
Die Blockchain-Technologie ist derzeit in aller Munde, und wird mancherorts mit der Kryptowährung Bitcoin in einem Atemzug genannt. Doch was steht dahinter?
Unter Blockchain wird eine Distributed-Ledger-Technologie verstanden, die vereinfacht gesagt Transaktionen dezentral an mehreren Stellen gleichzeitig erfasst und validiert.
Wirtschaftlich betrachtet ermöglicht das dezentrale Blockchain-Konzept damit die Einsparung eines zentralen Intermediärs, der nicht mehr benötigt wird. Damit könnten va. in stark regulierten Märkten deutliche Kosteneinsparungen gegenüber einem zentral verwalteten System lukriert werden.
Der Kapitalmarkt ist ohne Zweifel ein solch stark regulierter Markt, der damit auch als interessanter Anwendungsfall der Blockchain-Technologie v.a. Zusammenhang mit der Digitalisierung von Vermögenswerten (=“Tokenisierung“) gilt.
Einen sehr interessanten Anwendungsfall bildet dabei die Tokenisierung von Immobilien. Die Fraktionierung und Digitalisierung von Eigentumsrechten an Zinshäusern auf der Blockchain ermöglicht beispielsweise theoretisch erhebliche Einsparungen bei deren Finanzierung und Verwaltung.
Zusätzlich eröffnet der fraktionierte Besitz neuen Anlegerschichten eine bisher nicht zugängliche Assetklasse, was auch für die bisherigen Eigentümer höhere Flexibilität in Ihrer Vermögensverwaltung bringen sollte.
In der Praxis allerdings gibt es bis zur breiteren Anwendung aktuell (noch) einige rechtliche und technische Hürden zu nehmen. Unverändert bleibt jedoch auch für die Finanzierung via Blockchain die Attraktivität des zu finanzierenden Vermögenswertes bzw. Geschäftsmodells ein wesentlicher Erfolgsfaktor.